Aus dem Archiv: “Tango in guter Gesellschaft”

Die Wayback Machine archiviert Webseiten wie z.B. “Tango in guter Gesellschaft”. Es ist ein Ort in Leipzig, der versucht, den Menschen die Leidenschaft des Tango- Tanzens nahezubringen und die Tango- Szene zu vernetzen. Es wurden bundesweite Treffen und Festivals für Tango- Liebhaber organisiert, an denen Menschen aus verschiedenen Städten sich gegenseitig inspirieren können und ihre eigene Tanzskills perfektionieren können.

Auf der Website sind solche Treffen, aber auch Seminare und regelmäßigere Veranstaltungen aufgeführt, die 2015 stattgefunden haben.

Viel Wert wird dabei auf die heimische Atmosphäre und gute Gesellschaft gelegt, die bei den gemeinsamen Ausgehabenden auch nach außen getragen wird.

Gleichzeitig wird auch Leipzig als Kulturmetropole schmackhaft gemacht und auf die gute Stimmung in den vielfältigen Restaurants hingewiesen. So soll sich ein Besuch der Tango- Treffen doppelt lohnen.821px-tango_detailed_view_of_the_girl

Besonders sei darauf hingewiesen, dass hier speziell “die Welt” des Tango de Salon vorgestellt wird. Dieser wird deutlich als Gesellschaftstanz oder eine ganze Kunst von dem Tango, das in den Nachtclubs getanzt wird, abgegrenzt. Tango de Salon hat nicht nur die Bedeutung als deutlich langsamerer Tanz, bei dem viel Wert auf die feinen Schliffe und Technik gelegt wird, sondern auch als eine der Richtungen von Tango, die langgezogenere und melodiösere Musik verwendet. Früher wurde diese Tanzart als Form der Abgrenzung der Oberschicht von den unteren Schichten getanzt. In diesem Zusammenhang ergibt der Titel “Tango in guter Gesellschaft” auch Sinn.

Was wir als Tango Argentino oder besser gesagt Tango von Rio de la Plata kennen, ist eine Tango- Art, die in Argentinien und wohl gemerkt auch in Uruguay Ende des 19. Jahrhunderts entstand, als durch eine großangelegte Einwanderungsmaßnahme der Regierung verschiedenste Bevölkerungsschichten, die von wirtschaftlicher Not in ihren Heimatländern flohen, in den Hauptstädten zusammenkamen. Genauso turbulent und vielfältig (mit Verboten und afrokaribischen Einflüssen) wie die Tänzer war auch die Entwicklung des Tanzes und der Musikrichtung.

Erst im Laufe der Jahre wurde der Tanz verfeinert, während er damals vielmehr den Identitäten und Träumen der geflüchteten Menschen Ausdruck verlieh und so zum Sprachrohr der Zeit wurde.

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